Liebe Leserin, lieber Leser,
in den nächsten Wochen wird hier und an dieser Stelle eine Seite über das Schöne, auf dem Land zu leben, entstehen.
Zu der Domain und damit auch zu dieser Seite bin ich eher durch Zufall gekommen. Aber sei es drum. Wir leben schließlich auf dem Lande und das auch bekennend. Zwei Jahre Berlin – und da mitten drin – reichten mir vollends, um zumindest ganz klar zu sagen, nie wieder Großstadt. Ich gebe zu, Berlin als größte Stadt Deutschlands war eine Rosskur, die mich allerdings auch in jeder Weise kurierte.
Man könnte sich nun natürlich darüber trefflich streiten, ob das Leben auf dem Lande erst irgendwo in der totalen Pampa anfängt und man hierzu erst eines Landgutes, Bauernhofs oder ähnlichem bedürfte. Ich meine NEIN! Landleben fängt für mich dort an, wo man ohne lange Fahrwege unmittelbaren Zugang zur Natur, teilweise noch dörfliche Strukturen vorfindet. Die Landleben-Hartliner, werden das wohl in Frage stellen, aber ich meine, man kann auch ländliches Feeling am äußersten Rand einer mittelgroßen Stadt empfinden und Landleben fängt nicht erst dort an, wo das tägliche Leben nicht ohne Auto zu bewerkstelligen ist, weil jegliche Infrastruktur mindestens 10 km entfernt ist.
Nach zwei Jahren im tiefsten Oderbruch, 15 km vor der polnischen Grenze, immerhin in einer mit Dorfladen, Grundschule und Anbindung an einen regelmäßigen verkehrenden öffentlichen Nahverkehr versehenden Gemeinde – es geht infrastruktorisch noch spartanischer -, weiß ich die Infrastruktur der Berliner Speckgürtelgemeinde, mit fußläufig S-Bahnanschluss Berlin und Straßenbahn nach Strausberg, was Eggersdorf zu bieten hat, durchaus zu schätzen. Hiervon ganz abgesehen: Als Mutter einer gut zweijährigen Tochter brauche ich ein Betreuungs- und in wenigen Jahren ein adäquates Schulangebot.
Ich sag es jetzt mal so: Jeder soll nach seiner Facon glücklich werden, wie der olle Fritz, der dieses Preußen so geprägt hat, schon sagte. Landleben fängt nicht erst beim Totalverzicht an, sondern da, wo das ländliche Leben, das Übergewicht darstellt, aber die Infrastruktur noch das bietet, was man jeweils noch an Infrastuktur benötigt.
Wir haben den oben benannten Anschluss an Berlin und eine Kleinstadt, wir haben Auswahl bei Kinderbetreuung und Schulen, wir haben auch sonst eine angenehme Infrastruktur, aber, wo wir hingehen, nach 5 Min. zu Fuß sind wir im Wald, in Wiesen und Feldern und Eggersdorf und Nachbargemeinden sind das, was sie sind, Dörfer!
So genug zu Beginn philosophiert, ich möchte ja niemanden verschrecken! Im Gegenteil! Ich möchte jeden einladen, besser auf dem Land zu leben, der sich, dem Besonderen auf dem Lande zu leben, zugetan fühlt, auch wenn die jeweiligen Bedürfnisse mit sich bringen, dass man das Landleben eben nur während der Ferienzeit in Anspruch nehmen kann.
Wir sitzen nun hier in Ostbrandenburg, ein Fleckchen Erde, das mit sagenhaft schönen, auch vielen geschichtsträchtigen und damit eben auch kulturell beachtenswerten Plätzchen aufwartet, wenn nicht die Natur alles andere erübrigt.
Diejenigen nicht ausgrenzend, die nicht in diesem Landstrich leben können, ihn dennoch erkunden wollen, erlaube ich mir in den nächsten Monaten und Jahren auch insoweit Serviceartikel zu verfassen, wo für die Auswärtigen Anlaufstellen und Unterkünfte zu finden sind, die ich nach eigener Ansicht für empfehlenswert halte.
Auch wenn das streng genommen Werbung ist und diese bleiben wird – entsprechend den journalistischen Grundsätzen wird es dann auch so deklariert – muss hierfür einfach Raum sein, wenn ich meinem Anspruch genügen möchte, dass “Landleben” nicht die Menschen ausgrenzt, die es nicht auf Dauer wollen oder können.
Entsprechend und gleichermaßen die journalistischen Grundsätze wahrend, werde ich mir auch erlauben, mit der Entwicklung meines Kindes auf einige Bezugsquellen hinzuweisen. Man möge es mir nachsehen: Ich bin Mutter, ich bin eine Frau und habe eine kleine Tochter. Es gibt so hinreißende Sachen, die nicht von Hasi und Mausi (H&M) stammen und ich möchte sie all den Eltern von Kindern, die dieses Blog entdecken könnten, einfach nicht vorenthalten, gerade weil die Suche nach in Deutschland – vorzugsweise auch aus Naturmaterialen – hergestellten Sachen relativ mühselig ist, auch wenn es natürlich Werbung ist.
Und dennoch: Der Schwerpunkt dieser Seite wird der bleiben, der er sein soll: Ich liebe es auf dem Land zu leben, ich schätze es , vor die Tür zu treten und unmittelbar im Wald zu sein. Und ich liebe diese Region und Theodor Fontane, der diesen Landstrich vor rund 150 Jahren so trefflich beschrieb.
Von dem vollkommend abweichend das derzeitige Hintergrundbild: Es entstand am 18.1.2006, an meinem vor knapp 20 Jahren von Kiel aus entdeckten Lieblingsplatz in Schleswig-Holstein: Es ist eine winterliche Aufnahme des Niedersächsischen Hauses auf der Prinzeninsel im Plöner See.
Ich wünsche viel Freude und Spaß bei der Lektüre dieser Seite und kann nur einfach eines empfehlen: Diesen Landstrich östlich von Berlin einfach zu erkunden.